Critical Film & Image Hub

Seit den Anfängen des Kinos ist seine immersive und suggestive Kraft dazu genutzt worden, eine kollektive Gleichgültigkeit gegenüber Sinti* und Roma* zu fördern. Das Ergebnis ist heute ebenso sichtbar wie in den dunkelsten Zeiten der europäischen Geschichte.

Das neu gegründete Critical Film & Image Hub an der Forschungsstelle Antiziganismus hat sich zum Ziel gesetzt, die Normalisierung und Allgegenwärtigkeit antiziganistischer Bildwelten durch interdisziplinäre Forschung, Bildungsarbeit und einen kontinuierlichen Dialog mit Filmschaffenden herauszufordern. Wir sind ein internationales und interdisziplinäres Team von Forschenden und Lehrenden und möchten einen grundlegenden Wandel in der Filmwissenschaft, im Filmschaffen und in der kritischen Filmbildung anstoßen.

„Den Deutungsrahmen des Antiziganismus brechen“ ist unser Leitmotiv. Was uns auszeichnet, ist das Bewusstsein, dass wir nicht im Elfenbeinturm der Wissenschaft verbleiben können, sondern den nächsten entscheidenden Schritt gehen müssen: Wege zu erkunden, wie sich Forschungsergebnisse mit kreativer Arbeit verbinden lassen – wie sich wissenschaftliches Wissen in künstlerische Praxis übersetzen lässt. Wir wollen die Früchte unserer wissenschaftlichen Arbeit verstärken, indem wir die imaginative Kraft des Films in die entgegengesetzte Richtung lenken und Gegen-Narrative stärken, die Empathie für all jene fördern, die chronisch aus der Solidarität des nationalen „Wir“ ausgeschlossen wurden.

Der Critical Film & Image Hub wird im Rahmen des Kooperationsverbundes gegen Antiziganismus im Bundesprogramm "Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert.